La Garaasch II – Maria Kulikovska

La Garaasch II – Maria Kulikovska

15. Mai – 15. Juni 2022
Midissage: Freitag, 27. Mai 2022
Performance: Dienstag, 14. Juni ab ca. 16:30
Finissage: Dienstag, 14. Juni 18:30

www.mariakulikovska.net/
Instagram: www.instagram.com/mkuv_studio/
https://www.garage33.net/

Limitierte Teller-Edition

Maria Kulikovska hat uns zum Weiterverkauf einige von ihr gestaltete Teller überlassen. Es gibt sie in zwei verschiedenen Größen (20 cm und 27 cm).
Bei Interesse setzten sie sich bitte mit uns in Verbindung. info@kunstvereinebersberg.de

Performance “254” am 14. Juni 2022

Für “254” liegt Maria Kulikovska – 45 Minuten lang – fast vollständig verdeckt unter der blau-gelben Flagge der Ukraine. Während der gesamten Performance gibt es nur wenige, kaum wahrnehmbare Bewegungen. Einzelne Körperteile sind sichtbar und ragen unter dem Stoff hervor.
Der Titel der Performance bezieht sich auf Kulikovskas Registrierungsnummer als Flüchtling. Nach der russischen Annexion der Krim floh sie nach Kiew, wo sie als Geflüchtete im eigenen Land mit der Nummer 254 erfasst wurde.

Die Performance wurde erstmals am 01. Juli 2014 in Sankt Petersburg während der Eröffnung der Manifesta 10 in der Eremitage aufgeführt. Maria Kulikovska wurde damals wegen der ungenehmigten Aktion vorübergehend festgenommen.
Im Mai 2022 fand die erste Wiederaufführung von “254” an mehreren Tagen auf der Treppe vor der Neuen Nationalgalerie Berlin statt.

15. Mai bis 14. Juni 2022 – Temporäre Videoinstallation

Am Sonntag, den 15. Mai, übergibt Marcel Kovarik den Ausstellungsraum „La Garaasch“ an die ukrainische Künstlerin Maria Kulikovska. Das Artist in Residency Projekt des Kunstverein Ebersberg in der Fußgängerpassage am e-Einz wird somit zum politischen Statement.

Zur Eröffnung wird nichts zu sehen sein. Die Künstlerin ist zwar in Sicherheit – sie hat zusammen mit Ihrer kleinen Tochter einen Zufluchtsort in Linz (Österreich) gefunden – versucht aber gerade mit allen Kräften die Ausreise ihres Mannes Uleg Vinnichenko und die Ausfuhr Ihrer Werke aus der Ukraine zu organisieren. Die Arbeiten, die in den kommenden Wochen im Ebersberger Interims-Ausstellungsraum ankommen werden, können in den kommenden Tagen hoffentlich aus dem zerbombten Kiew gerettet werden.
Entstanden ist der Kontakt zu Maria Kulikovska über Dr. Olena Balun: Kuratorin, Kunsthistorikerin, und Vorstand des Kunstverein Rosenheim. 
Sie schreibt: „Bei Ihrem Garage-Projekt dachte ich sofort an Maria, weil sie mit ihrem Mann vor dem Krieg eine Produzentengalerie gebaut hat. Baugrund ist in der Ukraine teuer, und sie haben sich eine alte Garage gekauft, in einer gut gelegenen und unspektakulären Gegend. An der Stelle ein sehr schönes Gebäude von 2 Stockwerken liebevoll errichtet. Die Galerie erhielt den Namen Shelter Gallery Garage 33. Shelter, weil Maria damals schon als Flüchtling von der Krim galt, heute ist sie eine doppelt Geflüchtete. Die Galerie hat einen politischen Gedanken, sollte aber vor allem ein Open Space für offene, tolerante, internationale Projekte werden. Eröffnen konnte sie die nicht. Der Bau steht nicht sehr weit vom Fernsehturm, der getroffen wurde – keine Ahnung, in welchem Zustand die Galerie gerade ist. Aber es gab schon eine online-Präsenz der Garage 33 mit Publikationen, Aktionen und Onlineshop. Hier die Website: https://www.garage33.net/ .“

Mit der Ungewissheit des Krieges ist auch der Verlauf des kommenden „La Garaasch“ Ausstellungsprojekts nicht vorherzusehen. Wir hoffen am 27. Mai mit der Künstlerin und Ihrer Familie eine Midissage feiern zu können – und damit auch das In-Sicherheit-bringen Ihrer Werke.